1. Die Coronapandemie und ihre Auswirkungen

Der Coronavirus grast durch Europa. Und er schneidet derzeit unser soziales Leben massiv ein. Wir alle bekommen das gerade in unserem Alltag massiv zu spüren und hierzu gehören insbesondere auch Kinder und Jugendliche. Mit diesem Blogartikel mag ich dir aufzeigen, wie du dein Kind während dieser Krise begleiten kannst, was für Möglichkeiten es gibt, mit ihm in Verbindung zu kommen und worauf du achten solltest. Denn 5 Wochen sind eine lange Zeit für die Familien, die es sich nie bewusst ausgesucht haben, mit ihren Kindern zu Hause zu bleiben. Da glaube ich, dass ich es mitunter leichter habe. Bis vor 6 Wochen waren wir auch so kigafrei und jetzt sind wir es wieder. Mit dem Vorteil, dass sich jetzt auch Online ziemlich viel Sozialleben abspielt und große wie kleine Menschen zum Austausch da sind. Und mit der inneren Annahme der Situation, die ich in mir spüre, nehmen auch meine Kinder zunehmend an was ist. Und genießen das Leben in den eigenen vier Wänden und im Garten. Wie also kannst du dein Kind begleiten, mit ihm gemeinsam ohne Panik diese aktuelle Krise bewältigen und es mit seinen Gefühlen annehmen und stärken?

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2. Sprich mit deinem Kind und höre ihm zu

Ich glaube für mich ist gleich der erste Punkt, der wichtigste. Sei präsent, sei da. Höre auch das, was dein Kind zwischen den Zeilen zu sagen hat, achte auf seine Körperhaltung, seine Mimik. Wie geht es ihm? Was bewegt es? Und was hat es vielleicht durch andere Kinder, durch digitale Medien, Radio und dergleichen mehr bereits aufgeschnappt, dass es beschäftigt. Ich glaube auch, dass es mitunter wichtiger ist Fragen zu stellen, als Antworten parat zuhaben. Dein Kind zu fragen, was es wissen möchte, ob es überhaupt darüber reden möchte. By the way: Meine Tochter hält sich inzwischen die Ohren zu, wenn ich das Thema Coronavirus anschneide und für mich ist das Selbstfürsorge, die sie da betreibt. Ich vertraue ihr und lasse sie damit in Ruhe. Gleichzeitig sage ich ihr mitunter, dass wenn sie mit mir darüber sprechen möchte, ich da bin, oder ob sie inzwischen Fragen hat, ob sie etwas beschäftigt. Ich glaube dieses „In Verbindung gehen“ ist so wesentlich für unsere Kinder, gibt ihnen Raum mit dem, was sich in ihnen abspielt, zu uns zu kommen. Wenn dein Kind noch sehr jung ist, könnt ihr vielleicht auch dazu malen, Geschichten erzählen oder das ganze im Playmobilspiel verarbeiten und euch auf diese Weise etwas leichter diesem schweren Thema zuwenden.

3. Erkläre es deinem Kind kindgerecht

Du bist in der Verantwortung für die psychische und physische Gesundheit deines Kindes und gleichzeitig hat dein Kind ein Recht darauf zu erfahren, was sich in der Welt abspielt. Zumindest, wenn es das erfahren will. Wenn es nicht darüber reden will, würde ich es in Ruhe lassen und nicht mit diesem Thema bedrängen. Es gibt inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, deinem Kind auf kindgerechte Art und Weise zu erklären, was der Coronavirus ist und was das unseren aktuellen Alltag bedeutet. Es gibt VideosTexte und auch Illustrationen zu genau diesem Thema.

Wenn dein Kind Fragen hat, dann sei da, sei präsent und erfinde nichts, was du selbst nicht weißt. Sag deinem Kind, dass du es gerade nicht weißt und schaut gemeinsam in Google nach und recherchiert. Sei einfühlsam, aufrichtig und ehrlich bei diesem Thema.

4. Zeig deinem Kind, wie es sich schützen kann

Ich glaube, dass es unglaublich Sicherheit vermitteln kann, wenn du deinem Kind zeigst, wie es sich schützen kann. Es ist dem, was da passiert nicht einfach ausgeliefert, es kann Gefühlen wie Hilflosigkeit und Ohnmacht begegnen. Sprecht über das Händewaschen und erkläre deinem Kind, wie es sich richtig die Hände waschen kann. Meine Kinder haben hieran zur Zeit so gar keine Freude. Also verknüpfen wir das Händewaschen mit Spielen, mit Schaum machen und dergleichen mehr. Wenn du hier Anregungen brauchst, dann schau dir mal meine Checkliste an, mit Ideen für herausfordernde Alltagssituationen wie Zähne putzen, wickeln, Baden, Übergänge gestalten und Anziehen. Die Ideen lassen sich auch auf andere Alltagssituationen – wie hier das Hände waschen – übertragen.

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5. Vermittel deinem Kind Sicherheit – sei der Fels in der Brandung

Ich verstehe, dass die aktuelle Situation auch für große Menschen extrem herausfordernd und beängstigend ist. Wie du für dich in die Selbstfürsorge kommen kannst, dazu habe ich im fünften Punkt ausführlich geschrieben. Und gleichzeitig halte ich es für so unglaublich wichtig, dass du deinem Kind Sicherheit vermittelst, dass du ihm Raum für seine Ängste aufmachst, voll und ganz da bist. Spiel mit ihm, mach mit ihm Entspannungsrituale (hier findest du Ideen, wie du das umsetzen kannst). Und fühl auch einmal in dich hinein: Was macht dir gerade Hoffnung, was gibt dir Halt? Vielleicht hilft das auch deinem Kind? Sag deinem Kind auch, warum ihr gerade zu Hause bleibt, dass die Krankheit bei Kindern in den allermeisten Fällen keinen schweren Verlauf nimmt, dass ihr zu Hause seid, um Risikogruppen zu schützen. Und, dass ihr genau deshalb auch nicht zu Oma und Opa fahrt.

6. Erzähle deinem Kind von Aspekten, die Hoffnung machen

Erzähle deinem Kind von Ärzten, Krankenschwestern, Biologen und dergleichen mehr, die weltweit im Einsatz sind, um für uns wirksame Medikamente zu entwickeln, die Patienten versorgen und auch, dass gerade ja die Maßnahmen, die momentan getroffen werden, unterstützend wirken, um die Pandemie einzudämmen. Meiner Tochter hilft es sehr zu sehen, dass es Menschen gibt, die jetzt gerade im Einsatz sind, um die Gemeinschaft zu unterstützen. Ihr schenkt genau das Zuversicht und Vertrauen.

7. Sorge für dich selbst

Der letzte Punkt auf den ich eingehen möchte, stellt für mich das Fundament dar, damit du dein Kind verantwortlich begleiten, präsent und achtsam bleiben kannst. Du bist das Fundament eurer Familie. Und gerade in dieser Zeit ist Selbstfürsorge so absolut unabdingbar. Genau hierüber mache ich mir zur Zeit tatsächlich Sorge: Da sind Eltern mit ihrem MindSet, oft ein erzieherisches MindSet, plötzlich von jetzt auf gleich 24 Stunden 7 Tage die Woche mit ihren Kindern zusammen und das wird eine Zeit, die Eltern verzweifeln lassen kann, die sie in Schockstarre zurück lassen kann, die nicht wissen, wie sie diese Zeit mit ihren Kindern genießen können. Und in ihrer Verzweiflung, in ihrer Überforderung reagieren sie mit Druck, Zwang und Erziehung auf ihre Kinder.Ich verstehe das. Absolut. Es ist eine oftmals so nie dagewesene Situation für viele Familien. Und das ja selbst für diejenigen, die in bindungsorientierter Elternschaft, Unerzogen schon sehr bewandert sind. Es geht also darum, dass wir Eltern stärken, dass wir Eltern Möglichkeiten der Selbstfürsorge aufzeigen, über Coplay informieren, über alle Möglichkeiten aufklären, die digital bestehen, sich sozial zu vernetzen. An dieser Stelle: Schaut in meiner Facebook-Gruppe vorbei, hier findet Coplay mit euren Kindern statt. Hier wird euren Kindern vorgelesen, Kinder spielen miteinander, basteln zusammen, malen, rätseln, all das. Hier möchte ich in Kürze auch für Eltern Abende veranstalten, um ihre Tag mit ihren Kindern reflektieren und in die Selbstfürsorge kommen zu können. Hier in diesem Blogartikel habe ich allerlei Möglichkeiten der Selbstfürsorge zusammen getragen, die ihr jetzt für euch nutzen kann. Wenn das Thema „Schimpfen“ für dich auch relevant ist jenseits von Corona und du hier eine Herausforderung in der Verbindung mit deinem Kind siehst, dann informiere dich auch über meinen Onlinekurs „Schimpffrei.Eltern.Sein“ oder über die Möglichkeiten von 1:1 Coachings.

Ich freue mich aus ganzem Herzen auf dich!

Abschließend möchte ich euch nun ein paar Links mit auf den Weg geben, die euch helfen, das Thema „Coronavirus“ mit euren Kindern zu besprechen, es ihm zu erklären und in Verbindung darüber zu kommen:

Helles Köpfchen (Eine Suchmaschine für Kinder, hier könnt ihr Coronavirus eingeben und erhaltet eine Reihe von informativer Artikel zum Thema)

Das ZDF hat bei Logo! einen Kinderbereich zum Thema Coronavirus

www.kindersache.de (Hier findest ihr das Thema Coronavirus für Kinder erklärt)

Video zum Thema Coronavirus für Kinder

Illustrationen zum Coronavirus für Kinder

Kindernachrichten vom NDR zum Thema Coronavirus: Corona und seine Folgen erklärt

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Written by Verena

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